Über dieses Blog

Begonnen hat diesen Blog 2010 als rein religiöses / spirituelles Blog. Dazu weiter unten mehr.

Inzwischen habe ich gemerkt, daß mir das manchmal zu eng ist. In Zeiten, wo ich dazu gerade wenig zu sagen hatte, war es hier immer wieder lange sehr still. Dafür hätte ich manchmal einfach gern etwas aus meinem Alltag erzählt, mit oder ohne „frommen“ Hintergrund. Dann habe ich vor einiger Zeit wieder den Wunsch entdeckt, mehr Kreatives zu machen, und habe angefangen Kreativ-Blogs zu lesen. Und schließlich ist mir aufgefallen, daß ich selbst am liebsten Blogs lese, wo verschiedene Themen bunt gemischt sind: eben Alltag, Glaube, Kreatives, Rezepte, Büchertips, was auch immer. Da geht es dann nicht nur isoliert um eine Sache, sondern um einen Menschen und was ihn bewegt.

Und so hat sich auch hier das Themenspektrum inzwischen erweitert: es geht nicht nur um meine geistlichen Gedanken, sondern um alles, was ich aus meinem Leben gern teilen möchte. Das ist mir zwar immer noch nicht ganz geheuer – ich stehe ungern im Mittelpunkt, und sei der Kreis noch so klein -, aber ich werde mich dran gewöhnen. 😉

Ich hoffe, meine Leser können sich an dem Mix freuen – und wer sich für das eine oder andere gar nicht interessiert, kann ja vielleicht die jeweils uninteressanten Rubriken einfach überspringen …

 

Zum Start von 5 Brote 2 Fische

Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.
Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her!
Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übriggebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll.
Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

(Mt 14,15-21)

Nein, viel ist es grade nicht, was da unter diese Tausende von hungrigen Menschen verteilt wird. Und doch reicht es für alle. Aber was haben diese fünf Brote und zwei Fische mit diesem Blog zu tun?

Seit einigen Jahren lese ich Blogs, insbesondere christlich, meist katholisch geprägte Blogs. Und manchmal habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, selbst eins zu beginnen. Bisher habe ich diese Idee immer wieder verworfen, weil ich dachte: was habe ich schon groß zu geben? Was habe ich zu sagen, was nicht schon vielfach irgendwo anders zu finden ist?

Wenn ich es nun doch tue, dann mit dem Gedanken, daß auch das Wenige (und gar nicht so Besondere) wichtig sein kann, daß für irgend jemanden grade die „Brotstückchen“, die ich teilen kann, die Ration werden können, die für den Moment ein wenig weiterhilft. Spirituell „Hungrige“ gibt es wohl mehr als genug …

Ich denke nicht an große theologische Abhandlungen, nicht an Kommentare zu aktuellen Ereignissen – das können viele wirklich besser als ich. Ich möchte mich versuchen an kleinen geistlichen Gedanken, anknüpfend an Schrifttexte, Heilige, die Liturgie, persönliche Erlebnisse … was auch immer mich selbst berührt und bewegt, in der Hoffnung, daß es auch andere anrühren kann. Ganz schlichte Nahrung, wie Brot und Fisch damals am See.

In diesem Sinne: viel Freude beim Lesen!