Sonntagsfreude: Zielgerade

Ein Projekt, das länger gedauert hat als erwartet, ist auf der Zielgerade: eine Kreuzstichstickerei, die ein Kissen werden soll. Seit Ende Juni war ich da dran, nie hätte ich gedacht, daß ich über vier Monate dafür brauchen würde. Sieben Stiche auf den Zentimeter ist halt schon recht fein, wenn die Alterssichtigkeit zuzuschlagen beginnt … da braucht es gutes Licht und Geduld. Aber nach einer Stickzeit heute mittag ist das letzte von neun Quadraten nun schon deutlich mehr als zur Hälfte bewältigt, so daß ein Ende absehbar ist, und das erfreut mich sehr. Es war sehr entspannend, immer mal wieder für ein Stündchen an vielen Abenden (und ein bißchen länger an den Wochenenden) daran herumzusticheln. Noch ein paar Abendstündchen, und ich bin fertig.

Eine fertige Stickpackung (übrigens von der Werkstatt für historische Stickmuster) zu verarbeiten ist ja nun allerdings nicht die allerkreativste Handarbeit. Von den 27225 Kästchen der gesamten zu bestickenden Fläche sind vielleicht zwei Drittel gefüllt, das wären so um die 18000 Stiche, immerhin. Für die weißen Buchstaben und Ornamente habe ich den Leinengrund stehenlassen statt sie, wie eigentlich vorgesehen, auch noch mit cremefarbener Seide auszusticken – nicht um die Arbeit zu sparen, sondern weil mir das so besser gefällt.Die Farben habe ich immerhin teilweise ausgetauscht, und für ein Muster, das mir nicht gefiel, fand ich auf Pinterest passenden Ersatz. Ein paar „kreative“ Zählfehler habe ich auch gemacht … egal, das sieht kein Mensch, wenn das dann am Ende ein Sofakissen ist!

Kurzum, es hat Spaß gemacht, aber sobald das letzte Feld fertig ist, kommt mal wieder was ganz anderes dran. Die zweite Stickpackung in der gleichen Art, die ich gleichzeitig bestellt hatte, wird noch eine ganze Weile warten müssen. Jetzt freue ich mich erstmal auf ein Strickprojekt …

Die Sonntagsfreuden sammelt nach Maria und Barbara nun Rita – herzlichen Dank!

 

stickerei2

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4 Kommentare zu Sonntagsfreude: Zielgerade

  1. Meine Güte! Ist das genial!!!!
    Gerade weil Kreuzerlstiche so unkreativ sind… find ich auch!… Mag ich sie manchmal total gerne. Die Hände können einfach so dahinarbeiten, zählen im kleinen Zahlenraum, da hat der Kopf viel Platz zum Denken.

    • Ja, genau – das Hirn geht so lange ein bißchen spazieren … Wobei das bei mir beim Stricken fast noch besser funktioniert.

  2. Püh… eine beneidenswerte Fleißarbeit! (Mit dem Sticken habe ich es ja nicht so… das gibt immer zusammengezogene Stoffknuddel. 😮 )

    Das wird ein wirklich schönes Kissen!

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