Zurück und voraus

Nun also 2015. Die neuen Kalender sind entsprechend aufgeschlagen, nur der große Kunstkalender steht immer noch auf Juli 2014, weil mir das Bild so gut gefällt (ich habe mir auch gar keinen neuen gekauft …). Weihnachten war still und schön, die Tage „zwischen den Jahren“ ebenfalls, jetzt kommt der Alltag langsam wieder in Gang.

Beim Blick zurück auf das alte Jahr war ein Wort wichtig: Angekommen. Festmachen kann ich das an dem Tag im letzten Sommer, an dem ich meinen letzten Umzugskarton auspackte (der Umzug war schon fast ein Jahr her) – und, als ich so darüber nachdachte, feststellte, daß ich damit zum ersten Mal seit mindestens 2001 keine unausgepackte Kiste mehr irgendwo stehen habe. Auch sonst kann ich das im Blick auf meine derzeitige Situation sagen: ich bin angekommen. Größere Veränderungen sind für die nähere Zukunft weder abzusehen noch erwünscht oder geplant.

Im Blick voraus sehe ich, verbunden damit, eine Aufgabe und eine Art Motto für das neue Jahr: Neu ordnen. Das betrifft meinen Krempel, der nun zwar vollständig ausgepackt, aber immer noch nicht konsequent aussortiert und wiederfindbar untergebracht ist. Zum Teil ist das schon ganz gut gelungen, wie in meinem Bücherregal – aber es gibt beispielsweise noch etliche unsortierte Papierberge, vor denen mir graut … (nein, davon zeige ich hier kein Foto!)
Es betrifft aber auch manche andere Bereiche meines Lebens. In vielen Zusammenhängen (mein geistliches Leben nicht ausgenommen) habe ich mich sozusagen seit langem immer nur provisorisch eingerichtet – äußerlich und innerlich. Auch da gibt es Chaosecken, die anzugehen und zu ordnen ich mich bisher gern gedrückt habe. Jetzt sollte es aber vielleicht doch mal sein. Schau’n mer mal, wie weit ich in diesem Jahr damit komme.

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2 Kommentare zu Zurück und voraus

  1. @Andrea, ich erinnere mich so gut, wie Du einmal vor längerer Zeit geschrieben hast -andernorts, öffentlich- daß Du Deinen Ort nicht weißt. Du hattest es anders und so formuliert, daß es mir damals ins Herz geschnitten hat (auch, weil ich mich mit Deinen Worten habe identifizieren können). Ich Kann Dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber freue, wenn Du jetzt, einige Jahre später, schreibst, Du seist angekommen.
    Gitta

    • Liebe Gitta, vielen Dank! Leider habe ich ein paar Tage nicht hereingeschaut und daher Deinen Kommentar nicht gleich gesehen – jetzt ist er mir aber eine echte Sonntagsfreude. Herzliche Grüße!
      Andrea

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