Plaßmann-Challenge

Exoten © Thomas Plaßmann(Bild: © Thomas Plaßmann – mit freundlicher Erlaubnis)

In meinem Bericht vom Bloggertreffen erwähnte ich ja schon die Plaßmann-Challenge. Gestern ist nun auf Sende-Zeit.de meine Antwort erschienen:

 

„Christ!? … Ach! Interessant… und was macht man da so?“

– „Ach, wissen Sie … eigentlich nichts Besonderes. Man lebt halt, mit allen Höhen und Tiefen, und allem was so dazugehört. Also im Grunde ganz normal.

Das Interessante ist, dass man dabei tief drinnen darauf vertraut: da ist jemand – nämlich Gott – der mich grenzenlos liebt, und zwar immer. Auch wenn es mal ganz übel kommt, ich bin nie allein damit, der trägt das mit mir, selbst wenn ich es in dem ganzen Schlamassel vielleicht gar nicht spüre. Er ist einfach bei mir, wirklich immer.

Na ja, und das fordert einen halt dann auch heraus, darauf irgendwie zu antworten. Das ist dann so ähnlich wie eine starke Freundschaft oder eine Liebesbeziehung, das geht ja auch nicht nur einseitig. Da tut man auch manches, um bei dem anderen zu sein und einander immer näher zu kommen. Also in dem Fall zum Beispiel: Zeit mit Gott verbringen, mit ihm sprechen, oder still mit ihm zusammen sein – das ist das, was wir Beten nennen. Oder sich mit anderen Christen treffen und diese Freundschaft mit Gott gemeinsam feiern – genau, das heißt dann Gottesdienst.

Und man tut gern Dinge, von denen man weiß: das gefällt ihm. Für andere da sein zum Beispiel, sich einsetzen für das Gute. Nicht um dafür irgendwelche Pluspunkte zu bekommen, sondern weil man selbst Freude daran hat und weil es aus der Freundschaft zu Gott heraus einfach ganz selbstverständlich ist. Anderes lässt man bleiben, weil es ihm nicht gefällt – nicht weil er uns unbedingt Vorschriften machen will, sondern weil er will, dass wir gut und erfüllt miteinander leben, ohne uns selbst und einander zu schaden. Ich finde, es lohnt sich, so zu leben!

Nein, das geht nicht alles so einfach und glatt ohne Fragen und Zweifel und Scheitern. Aber ich darf dann immer wieder neu ansetzen und weitermachen, weil nichts davon seine Liebe zerstören kann. Ja – und letzten Endes bin ich überzeugt, dass diese Liebe auch mit dem Tod nicht aufhören kann. Und dass deshalb auch ich mit dem Tod nicht „aufhöre“. Das gibt dem Leben dann noch einmal einen ganz besonderen Geschmack. Aber danach hatten Sie ja eigentlich gar nicht gefragt …“

——

Natürlich, das sei hier noch dazu gesagt, ist mir klar: das würde mir in der Situation so nicht spontan einfallen, bzw. wenn, dann nur durch massives Einwirken des Heiligen Geistes. Und wahrscheinlich würde der Frager mir maximal zweieinhalb Sätze lang zuhören. Trotzdem, ich fand es interessant, mich mal zumindest theoretisch auf diese ahnungslose Frage und die ganze Situation einzulassen und zu versuchen, das, was mir persönlich Christsein bedeutet, knapp und quasi im Plauderton und „für Anfänger“ auszudrücken. Und es ist auch eine gute Übung: für den Fall, daß tatsächlich mal jemand sowas fragen sollte.

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2 Kommentare zu Plaßmann-Challenge

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  1. Christ?!...Ach!...Was macht man denn da so? › Rosenkranz + Pilgerzeichen

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